• Der Wollige mit glatter Oberfläche

Stoff Lana

Zusammensetzung: 76 % Wolle – 24 % Polyamid
 
Unser Stoff Lana zeichnet sich durch eine glatte, gleichmäßige Oberfläche ohne Strichrichtung aus, die ein wenig an Filz erinnert. Assoziiert man mit Filz ein kratziges Gefühl, so trifft das auf diesen Stoff nicht zu: Lana ist ein weiches, anschmiegsames Textil, dessen Struktur in den Hintergrund tritt, so dass sich das Farbenspiel frei entfalten kann. Dafür wird das Wollgarn des Stoffes Lana zunächst gewoben und danach unter großer Hitzeeinwirkung einer mechanischen Bearbeitung – dem Walken – unterzogen, bei der es zugleich gefärbt wird. 
 
Durch den hohen Wollanteil bringt der Stoff Lana von Natur aus sehr gute Eigenschaften mit: Wolle ist besonders elastisch und strapazierfähig ­ und durch die natürliche Schutzschicht Lanolin außerdem sehr Schmutz abweisend. Der synthetische Anteil von Polyamid-Fasern verstärkt die Weichheit des Stoffes.

Testergebnisse Stoff Lana

Scheuerbeständigkeit: 40.000 Scheuertouren

Im Rahmen dieser Verschleißprüfung wird untersucht, wie schnell bei Flachgeweben Fasern durchschleißen. Ein Teststoff und ein Gewebe werden dazu so lange aneinandergescheuert, bis maximal drei Fasern eines Flachgewebes zerstört sind. Die Strapazierfähigkeit der Sitzfeldt-Stoffe liegt zwischen 20.000 und 50.000 Scheuertouren nach Martindale (die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel – DGM – fordert als Standard für die Erteilung ihres Qualitätssiegels lediglich 15.000 Scheuertouren).

Pilling-Verhalten: 4

Bestimmte Stoffe sind besonders anfällig für kleine Knötchen, im Fachjargon "Pills" genannt, die durch Gebrauch, etwa durch Scheuern mit anderen Materialien, auf der Oberfläche entstehen. Die verknäuelten Fasern arbeiten sich aus dem Bezugsstoff heraus, beeinträchtigen aber nicht dessen Haltbarkeit. Je loser und flauschiger das Garn oder Gewebe, umso größer auch die Gefahr des Pillings. Die Skala des Standard Pilling-Tests für Polsterstoffe reicht von 1 bis 5, wobei 5 die maximale Resistenz bedeutet. Mit dem Wert von 4 erreichen unsere Stoffe hier ein sehr gutes Ergebnis. Sollten aber dennoch Knötchen entstehen, können diese mit einem handelsüblichen Fuselrasierer entfernt werden.

Lichtechtheit: 3-5

Alle textilen Gewebe leiden unter der Einwirkung direkter Sonneneinstrahlung. Dunkle Farben verändern sich durch die Lichteinwirkung schneller als hellere. Die Bewertung von Farbechtheit von Textilien gegenüber dem Tageslicht wird in einer Skala von 1 bis 8 klassifiziert, wobei 1 die schlechteste und 8 die beste Lichtnote darstellt.

Reibechtheit (Farbabrieb): 4

Als Reibechtheit wird die Widerstandsfähigkeit der Farbe von Möbelstoffen gegenüber einem Abreiben oder Abfärben an andere Textilien bezeichnet. Die Beurteilung erfolgt in 5 Stufen (Echtheitszahlen), wobei Stufe "5" eine sehr hohe Reibechtheit bedeutet und Stufe "1" eine sehr geringe. Man unterscheidet zwischen Trocken- und Nassreibechtheit – hier angegeben: Reibechtheit in trockenem Zustand. Die Sitzfeldt-Stoffe haben sehr gute Werte zwischen 4 und 5, dennoch können Abfärbungen durch und auf andere Textilien (z. B. dunkel Jeans auf hellem Stoff) nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Eigenschaften der verwendeten Fasern

Wolle

Wolle wird durch das Scheren von Schafen gewonnen. Wolle ist besonders elastisch und strapazierfähig. Der Vorteil besteht darin, dass im Laufe der Zeit kaum Druckstellen entstehen. Durch die natürliche Schutzschicht Lanolin ist Wolle außerdem sehr Schmutz abweisend.

Polyamid

Um Polyamid-Fasern herzustellen, bedarf es zunächst Granulaten, die unter Zugabe von Flüssigkeit oder Hitze in eine Spinnmasse übergehen. Diese Spinnmasse wird im Anschluss durch Spinndüsen geleitet. Polyamid-Fasern zeichnen sich durch ihre hohe Elastizität und Reiß- und Scheuerfestigkeit aus. Aus diesem Grund wird Polyamid häufig Wolle oder Baumwolle beigefügt, um die positiven Eigenschaften der Materialien zu ergänzen.

So pflegen Sie ihre Stoffe richtig